Antoniustag in Ottendorf

Auch dieses Jahr kamen am 17. Jänner viele Wallfahrer nach Ottendorf an der Rittschein um den Viehpatron zu verehren und das Fest des Heiligen Antonius des Einsiedlers zu feiern.

Die heilige Messe wurde von Dechant Peter Rosenberger gemeinsam mit dem Pischelsdorfer Pfarrer Franz Ranegger gefeiert. Die musikalische Umrahmung vor dem Seitenaltar mit dem Bild des heiligen Antonius, dem Einsiedler, dargestellt mit Stab und Glöckchen, wurde traditionell von der Trachtenmusikkapelle Ottendorf gestaltet. Nach dem traditionellen Antoniuslied wurden zahlreiche Haustiere im Schulhof gesegnet.

Zahlreiche Aussteller und Standler, vor allem mit regionalen Produkten, nutzten den Kirtag zur Präsentation ihrer Produkte. In ausgelassener Stimmung wurde im Turnsaal der Volksschule Ottendorf, im Therapiezentrum von Dr. Ernst und in den örtlichen Gasthäusern und Buschenschenken der Antoniustag gebührend begangen.

Antonius der Große war ein christlicher ägyptischer Mönch, Asket und Einsiedler. Antonius wurde als Sohn wohlhabender Bauern geboren. Nach dem Tod seiner Eltern verschenkte er seinen Besitz und zog sich in die Einsamkeit, zuletzt in eine Einsiedelei in die Wüste, zurück. Antonius gilt als Begründer des christlichen Mönchtums. Der nach ihm benannte Antoniter-Orden hatte das Recht, das so genannte „Antoniusschwein“ zur Mast im Dorf auf Kosten der Allgemeinheit frei herumlaufen zu lassen. So wurde Antonius der Große auch als „Sautoni“ bekannt. Antonius ist der Schutzpatron der Bauern und ihrer Nutztiere, aber auch der Schweinehirten und Metzger.

 

Harald Maierhofer