Abschlussveranstaltung 800-Jahre Diözese Graz-Seckau

Am 1. September findet im Triebental die "Schöpfung in der Schöpfung" als krönender Abschluss der Feierlichkeiten zum 800-jährigen Jubiläum der Diözese Graz-Seckau statt.

Abschlussveranstaltung 800-Jahr-Jubiläum der Diözese Graz-Seckau
„Schöpfung in der Schöpfung“, 1.September, Triebental

Geschenk für die Steiermark
„Wie ein kleiner Junge, der staunend und fröhlich seinen Geburtstag mit Freunden und seiner Familie verbringen kann: als wunderbares, großes Geschenk“, so hat sich das Bild vom Jubiläumsfest am 23. Und 24. Juni bei Bischof Wilhelm Krautwaschl eingeschrieben. Nun freue er sich auf das „Geschenk für die Steiermark“, ein von Medienkünstler Richard Kriesche gestaltete Kreuz, das am 1. September zum feierlichen Abschluss des Jubiläums am 2.018 m hohen Himmelkogel inmitten der Triebener Tauern enthüllt wird. „Das Kreuz zeigt, was im Letzten der Glaube an Jesus Christus ausmacht: Vom Kreuz geht alles aus, und auf das Kreuz geht alles hin. Das Kreuz ist sozusagen der Kreuzungspunkt zwischen Himmel und Erde“, formuliert der Bischof. Als bleibendes und weithin sichtbares Zeichen ist dem Kreuz aus Flachstahl „du bist nicht allein“ eingeschrieben. Eine Weiterführung der Botschaft der Jubiläumsgabe, die am 24. Juni nach dem Festgottesdienst an alle Mitfeiernde als Zeichen gelebter Solidarität verschenkt wurde.

du bist nicht allein
Die Idee eines Jubiläumskreuzes ist vor vier Jahren vom ehemaligen Weihbischof Franz Lackner geboren worden. Das aktuelle Konzept sieht ein 300 kg schweres Kreuz aus Flachstahl mit einer Höhe von 3 m und einer Breite von 2,25 m vor. „Wer sich auf den Weg macht, ist nie allein, man findet immer Weggefährten“, zeigt sich Generalsekretär Weg2018 und Co-Konzeptionist Thomas Bäckenberger von der enthusiastischen Mitwirkung vieler Beteiligter und Unterstützer begeistert, von Hans Roth über Metallbau Gölles bis hin zum diözesanen Gebäudemanagement. Richard Kriesche bedankt sich für die Möglichkeit sich mit grundlegenden Fragen der Menschen auseinanderzusetzen und diese nach außen zu tragen. Er sei kein Theologe, aber Jesus Ausspruch in der Stunde seines Todes ‚Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen“ sei für ihn „das erfahrungsmächtigste, weil dieses Wort das Allein-, das Verlorensein, das auf sich selbst Zurückgeworfensein für einen jeden von uns, in uns und mit uns zur unabdingbaren Erfahrung werden lässt.“ Kriesches Kreuz lebt von der Abwesenheit einer Jesu-Darstellung und der Verdichtung des Immateriellen und spirituell Durscheinenden in der zukunftsbejahenden Aussage „du bist nicht allein“. Mit den Worten des Künstlers: „Das Kreuz ist zur alleinigen Leerstelle für seinen erfahrungsmächtigsten, alle Religionen und Bekenntnisse überschreitenden Text geworden, den zu begreifen wir eingeladen sind“. Ein 1,5 Tonnen schwerer Betonsockel wird das Jubiläumskreuz sichern, das in den kommenden Wochen aufgestellt und am 1. September, dem internationalen Tag der Schöpfung enthüllt und von Bischof Wilhelm Krautwaschl im Rahmen einer ökumenischen Feiern gesegnet wird, in Anwesenheit des neuen Superintendenten der evangelischen Kirche Steiermark, Wolfgang Rehner (1. Amtshandlung). „Viele – ob gläubig oder nicht - werden das Kreuz sehen und sich Gedanken machen. Ich kann die Welt allein nicht ändern, aber ich kann in meinem Unternehmen und in der Öffentlichkeit Zeichen nach außen setzen“, so Hans Roth in seiner Rolle als Projektunterstützer und „gläubiger Mensch“, als den er sich selbst bezeichnet. Der Ausspruch „du bist nicht allein“ treffe einen Nerv der Zeit, denn in einer digitalen Welt spüre er die zunehmende Vereinsamung. „Wir müssen uns mehr um unsere Mitarbeiter und Kunden kümmern, die das Bedürfnis haben zu kommunizieren, das ist das natürlichste der Welt“, lautet seine Philosophie. Unterstützt wird das Projekt auch vom Familienunternehmen Metallbau Gölles. Geschäftsführerin Irmgard Holzer verweist auf die langjährige Partnerschaft mit der Diözese, den respektvollen und wertschätzenden Umgang. Das Vereinen von statischer Verantwortung und künstlerischer Umsetzung – trotz der Expertise ihrer Mitarbeiter – sei herausfordern gewesen. Fasziniert habe sie vor allem Kriesches Zugang zur Oberflächengestaltung: „Die Verletzungen des Stahls mit der Flex, das Erzeugen von Schrammen, steht für mich sinnbildlich für das verletzliche Leben, das nicht immer glatt läuft.“ Für Kriesche stehen sie für die Verletzungen, die Jesus am Kreuz erfahren hat, die er in Abwesenheit seiner direkt auf das Jubiläumskreuz übertragen hat.

Schöpfung in der Schöpfung
Bei freiem Eintritt findet dann um 15 Uhr das Open-Air-Konzert „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn bei der Bergerhube auf einer Wiese inmitten der prächtigen Bergkulisse der Hohen Tauern statt. Rund 200 MusikerInnen sind beteiligt. Für das leibliche Wohl ist vor Ort gesorgt. „Im Sinne des Schöpfungsgedankens ist die Zufahrt für Privatfahrzeuge ins Triebental gesperrt. Es steht aber ein Shuttle-Service zur Verfügung“, so der für die Organisation Verantwortliche, Thomas Bäckenberger.

Tagesprogramm 1. September „Schöpfung in der Schöpfung“, Triebental
ab 06:30 Uhr Anreise mit dem Shuttle-Service oder Individualanreise zu Fuß
Aufstieg auf den Himmelkogel auf 2.018 m (800 Höhenmeter, ca. 2,5 Stunden). Achtung: Trittsicherheit benötigt! Wir empfehlen sicheres Schuhwerk und adäquate Outdoorbekleidung. Anzahl der Personen am Himmelkogel auf rund 200 Personen beschränkt
 

10 Uhr Enthüllung des Jubiläumskreuzes am Himmelkogel & Segnung/ökumenische Feier mit Bischof Wilhelm Krautwaschl

15 Uhr Open-Air-Konzert von Joseph Haydns „Die Schöpfung“
gemütlicher Atmosphäre mit regionalen Köstlichkeiten (auch vegetarisch)
Dauer: ca. 2 Stunden
Mitwirkende: ca. 200 Personen, musikalische Gesamtleitung: Matthias Unterkofler „Bisher fanden seit Ende Juni drei Proben in Graz statt seit. Es haben sich sehr gute MusikerInnen zusammengefunden!“, ist der Dirigent vom Lerntempo begeistert.

Solisten Jelena Widmann, Sopran (Gabriel & Eva) Roman Pichler, Tenor (Uriel), Josef Pepper, Bass (Raphael) Florian Widmann, Bass (Adam)

Chöre Grazer Kapellknaben, Chor der Herz-Jesu-Kirche Graz, Grazer Universitätschor Chor des, Kulturforum Friesach Schöpfungschor 800 Jahre Diözese Graz-Seckau

Orchester Capella Calliope unter der Leitung: o.Univ.Prof. Anke Schittenhelm

ab 17:30 Uhr Rückfahrten Shuttle-Service

19:30 Uhr letzte Rückfahrt Shuttle-Service

 

Infos & Tickets
Schlechtwetter Bei starkem Regen findet das Konzert ersatzweise in der Pfarrkirche Trieben (14:30 & 17 Uhr) statt. Die Bewirtung erfolgt im angrenzenden Veranstaltungszentrum der Stadtgemeinde Trieben.
Anreise D
as Triebental ist für den Individualverkehr gesperrt. Es fährt ein Shuttle-Service.
Ticket (erforderlich) Das Kartenkontingent ist beschränkt. Ein Ticket gilt als Fahrkarte und beinhaltet die Verpflegung (1 Essen, 1 Getränk) auf dem Festgelände. Tickets sind nicht refundierbar. Ein allfälliger Überschuss kommt einem Sozialprojekt zugute.

>> Tickets online unter www.dieschoepfung.at <<  weitere Verkaufsstellen: Raiffeisenbank Liezen-Rottenmann-Trieben, Hauptplatz 2, 8784 Hohentauern Trieben Tourismusverband, Tauernstraße 15, 8785 Hohentauern

 

Rückfragen an:
Natalie Resch
Tel.: 0676 8742 2836
natalie.resch@graz-seckau.at

 

Text/Foto: Natalie Resch/Diözese Graz-Seckau